Sonnenuntergang im Badlands-Nationalpark, South Dakota, USA (© Troy Harrison/Getty Images)
Wenn die Sonne über dem Badlands-Nationalpark in South Dakota, USA, untergeht, erstrahlen die zerfurchten Hügel in Rosé, Ocker und Aschegrau. Im Abendlicht wirken die Kanten fast wie gemalt, und die Schatten zeichnen jede Falte nach. Die Schichtbänder ähneln einem aufgeschlagenen Gesteinsbuch: Sedimente lagerten sich einst in einem flachen Binnenmeer ab und bauten sich über Millionen Jahre wie ein Schichtkuchen auf, bevor Wind und Wasser die weichen Lagen wieder freilegten.
Unter der rauen Oberfläche verbirgt sich eines der weltweit reichsten Fossilienvorkommen. Hier wurden Überreste früher Säugetiere gefunden, darunter urtümliche Pferde und entfernte Verwandte heutiger Nashörner. Doch die Landschaft ist nicht nur ein Relikt vergangener Zeiten, noch heute ziehen Bisons durch die offene Prärie, Dickhornschafe bewegen sich entlang steiler Grate, und Präriehunde beleben die Grasflächen. Aussichtspunkte und Straßen folgen den Konturen des Landes. Dabei erinnern die Farben fast an eine ferne Verwandte der Sandsteinfelsen der Sächsischen Schweiz – nur weiter, trockener und im ständigen Wandel.