Arco de Santa Catalina in Antigua, Guatemala (© Filippo Maria Bianchi/Getty Images)
Der Arco de Santa Catalina in Antigua in Guatemala gehört zu den bekanntesten Motiven Mittelamerikas und wirkt zugleich still und präsent im Stadtbild. Bei Sonnenaufgang leuchtet seine gelbe Fassade über den Kopfsteinpflastern und lenkt den Blick entlang der Straße bis zum Vulkan Agua am Horizont. Ursprünglich im 17. Jahrhundert errichtet, diente der Bogen einem ganz praktischen Zweck. Ordensfrauen konnten zwischen zwei Klostergebäuden wechseln, ohne von außen gesehen zu werden. Aus einer Lösung für Abgeschiedenheit entstand so ein Wahrzeichen von großer Anziehungskraft.
Antigua selbst spiegelt diese Gegensätze wider. Die Stadt wurde 1979 als UNESCO-Welterbestätte anerkannt und bewahrt ihr koloniales Raster trotz wiederholter Erdbeben bis heute. Was einst verborgen bleiben sollte, rahmt nun den Alltag und das Leben der Stadt. Der Bogen verbindet Räume und Zeiten und bleibt dabei ruhig im Hintergrund, während sich davor Geschichte, Natur und Gegenwart begegnen.