Rosafarbene Dahlie (© Harald Biebel/Getty Images)
Einer der aztekischen Namen für die Dahlie, der oft mit „Wasserpfeifenblume“ übersetzt wird, bezieht sich auf die langen, hohlen Stängel der Pflanze, die zum Transport von Wasser verwendet wurden.
Die Dahlie zählt zu den eindrucksvollsten Zierpflanzen. Sie stammt ursprünglich aus Mexiko und gehört zur Familie der Korbblütler. Bemerkenswert ist ihre enorme Vielfalt: Es existieren Zehntausende Zuchtformen mit ganz unterschiedlichen Blütenformen und -größen. Die Pflanze besitzt eine besondere genetische Struktur, die diese Formenvielfalt begünstigt. Von kleinen, kugelförmigen Blüten bis zu großen, tellerartigen Exemplaren bietet sie ein beeindruckendes Spektrum.
Auch ihre Geschichte ist vielfältig. Bereits die Azteken nutzten die Dahlie, sowohl wegen ihrer essbaren Knollen als auch für medizinische Zwecke. Die hohlen Stängel dienten zudem als natürliche Wasserleitungen. Im Jahr 1963 wurde die Dahlie zur Nationalblume Mexikos erklärt. Diese Auszeichnung unterstreicht ihre kulturelle Bedeutung und ihre auffällige Erscheinung.
In Deutschland ist die Dahlie zwar weit verbreitet, aber nicht heimisch. Sie wird in Gärten und Parks kultiviert und blüht vor allem im Sommer und Herbst. Da sie frostempfindlich ist, müssen ihre Knollen im Winter geschützt werden.