Tjibaou-Kulturzentrum, Neukaledonien (© Fabien Astre/Alamy)
Am 9. August rückt der Internationale Tag der indigenen Völker der Welt die Vielfalt indigener Gemeinschaften in den Mittelpunkt. Die Vereinten Nationen riefen den Gedenktag 1994 ins Leben. Er wird seit 1995 begangen und erinnert an ein wichtiges Treffen von 1982, das dem Schutz indigener Rechte gewidmet war. Heute leben mehr als 476 Millionen indigene Menschen in rund 90 Ländern.
Ein eindrucksvolles Beispiel für die Sichtbarkeit indigener Kultur ist das Tjibaou-Kulturzentrum in Neukaledonien. Der von Renzo Piano entworfene Komplex wurde 1998 eröffnet und verbindet traditionelle Vorbilder mit moderner Architektur. Seine markanten Bauwerke greifen die Form kanakischer Hütten auf und fügen sich harmonisch in die Küstenlandschaft der Halbinsel Tina ein.
Der Aktionstag würdigt nicht nur Geschichte und kulturelles Erbe. Indigene Gemeinschaften bewahren auch einen großen Teil der weltweit etwa 7000 Sprachen und geben wertvolles Wissen über Natur, Gemeinschaft und Identität weiter. Ihre Perspektiven leisten bis heute einen wichtigen Beitrag für eine sich wandelnde Welt.