Burg Kunětická hora, Böhmen, Tschechien (© Marek Saroch/Alamy)
Was könnten diese Mauern wohl alles erzählen? Hoch über der ostböhmischen Landschaft thront die Burg Kunětická hora, die im Deutschen auch als Kunburg bekannt ist. Bereits in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts stand an dieser Stelle eine ausgedehnte Burganlage. Ihre erhöhte Lage machte sie weithin sichtbar und zu einem wichtigen strategischen Stützpunkt.
Eine prägende Zeit begann Ende des 15. Jahrhunderts unter den Herren von Pernstein. Sie ließen die Burg zu einer mächtigen spätgotischen Anlage mit außergewöhnlichen Befestigungen ausbauen, zu der später Elemente der Renaissance hinzukamen. Doch auf die Blütezeit folgte der Niedergang. Über die Jahrhunderte setzte auch der Steinabbau dem Berg und der Anlage zu, bevor im frühen 20. Jahrhundert mit der Restaurierung der Burg begonnen wurde.
Heute lässt sich diese wechselvolle Vergangenheit bei einem Rundgang durch Ausstellungen und historische Räume entdecken. Vom Burgturm aus reicht der Blick weit über das Elbe-Tiefland bis zu mehreren Gebirgszügen. Zusammen mit den Legenden, die sich um den Ort ranken, ist die Kunětická hora ein eindrucksvolles Zeugnis der mittelalterlichen Geschichte Böhmens.