Zwei Echte Karettschildkröten in der Nähe des Seven Mile Beach, Grand Cayman, Kaimaninseln (© Alex Mustard/Nature Picture Library)
Bei Meeresschildkröten bestimmt die Temperatur des Sandes während der Brutzeit das Geschlecht der Jungtiere.
Seit über 100 Millionen Jahren durchqueren Meeresschildkröten die Ozeane und prägen bis heute empfindliche Meeresökosysteme. Am 16. Juni, dem Internationalen Tag der Meeresschildkröten, rückt ihr Schutz in den Mittelpunkt. Fast alle Arten gelten inzwischen als bedroht, da ihnen Plastikverschmutzung, Klimawandel, Lebensraumverlust und Beifang weltweit zu schaffen machen. Dabei spielen sie eine entscheidende Rolle für das Gleichgewicht der Meere, beispielsweise indem sie Seegraswiesen pflegen, Nährstoffe transportieren und Korallenriffe stabilisieren. Viele Arten legen dabei erstaunliche Distanzen zurück und kehren zur Eiablage an genau jene Strände zurück, an denen sie selbst geschlüpft sind.
Vor den Kaimaninseln gleitet ein Paar Echte Karettschildkröten ruhig durch das klare Wasser der Karibik. Ihr kunstvoll gemusterter Panzer und der schmale, schnabelartige Kopf machen sie unverwechselbar. Mit ihrem spitz zulaufenden Maul erreichen sie Nahrung in engen Riffspalten, vor allem Schwämme. Als spezialisierte Schwammfresser halten sie das Riff im Gleichgewicht, indem sie verhindern, dass diese Organismen die empfindlichen Korallen überwuchern. Solche stillen Momente zeigen, wie wichtig ihr Schutz ist.