Tremolastraße am Gotthardpass in Airolo, Schweiz (© Sandro Bisaro/Getty Images)
24 enge Kehren auf historischem Kopfsteinpflaster – die Tremola am Gotthardpass oberhalb von Airolo in der Schweiz gilt als eine der spektakulärsten Passstraßen der Alpen. Seit dem frühen 19. Jahrhundert schlängelt sich diese historische Südrampe durch das Gebirge und erhielt 1951 ihr heutiges Erscheinungsbild. Besonders eindrucksvoll ist der Abschnitt, der auf rund 4 Kilometern etwa 300 Höhenmeter überwindet und sich in 24 präzise angelegten Spitzkehren den Hang hinaufwindet. Das robuste Granitpflaster und die massiven Stützmauern zeugen bis heute von Ingenieurskunst, die sich dem Gelände anpasst.
Insgesamt misst die Strecke etwa 11 Kilometer und umfasst 37 Kurven. Wer die Serpentinen der Rossfeld-Panoramastraße in Bayern kennt, erlebt hier eine ursprünglichere, fast zeitlose Variante im Hochgebirge. Mit jeder Kurve öffnet sich der Blick ins obere Leventinatal ein Stück weiter. Besonders bei trockener, klarer Witterung entfaltet die Tremola ihre ganze Wirkung – ein stiller, aber spürbarer Nervenkitzel für alle, die Kurven lieben.